Montag, 10. Juni 2013

Freiheit und Weltschmerz

Gerade habe ich mir eine kleine Pause von Zellen und Stoffwechsel gegönnt und spontan die Dokumentation "Der Preis der Freiheit" auf 3sat eingeschaltet. Dort wurde eine Professorin interviewt, die unerwartet richtig gute Themen ansprach, von denen ich dachte, dass sich da so genau vielleicht niemand mit auseinandersetzt. Ich habe mich in ihren Aussagen wiedergefunden.

Und ich möchte ihr widersprechen, denn ich merke permanent, was mir zugemutet wird (um ihre gute Formulierung zu verwenden). Ich merke, dass ich nur das Beste aus dem Angebot auswählen kann oder das Angebot mich nicht einschließt, ich fühle mich eingschränkt. Ich merke, was mir zugemutet wird, was anderen zugemutet wird, was der Welt, der Umwelt zugemutet wird und das in allen Bereichen des Lebens.

Aber wie kann man aus diesen nicht-selbstbestimmten Einschränkungen ausbrechen? Es fehlt oder ist falsch an allen Ecken und Enden und manchmal möchte man einfach aufgeben, aber man kann etwas ändern!

Zunächst wird herauskristallisiert, was genau einschränkt, was einem genau zugemutet wird, daraufhin kann die Suche nach Verbesserungen stattfinden, informieren, wenn Möglichkeiten bestehen, ändern, Gleichgesinnte suchen, zusammentun, aufzeigen und aufschreien, ändern, ändern, ändern, ...

Für mich ist dieses Merken von dem, was mir, anderen, der Welt zugemutet wird, ein großer Weltschmerz, der mich immer und überall begleitet. Das ist nicht schön und kostet oft Energie, aber es kann sich dadurch auch viel Energie entwickeln, Antriebsenergie, Kraft, sie kann genutzt werden, um Freiheiten zu schaffen, um etwas zu ändern, sodass es nicht mehr einengt.

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