Donnerstag, 15. November 2012

Nebelmomente

Nebelige Tage wie heute haben irgendwie etwas Besonderes, sofern sie nicht gehäuft auftreten, dann dämpfen sie gerne nicht nur die Geräusche sondern auch die Stimmung. Normalweise liebe ich den Frühling und den Sommer, aber der dichte Nebel im Herbst wirkt magisch und schafft eine spezielle Stimmung, die ich mag.
Auf dem Fahrrad sind nur wenige Geräusche zu hören und diese werden dafür intensiver wahrgenommen. Es sind schon eher Geräuschfetzen, die herbeiwehen, sich präsentieren und dann wieder verschluckt werden. Autogeräusche, Musik, Menschen, alles wirkt weiter entfernt als sonst. Ich schaue mir sehr gerne an, wie mit zunehmender Entfernung alles immer mehr vom Nebel bedeckt wird. Ein überholender Fahrradfahrer verursacht nur ein Rauschen beim Vorbeifahren und verschwindet kurz vor mir aus meiner momentanen Welt in den mich umgebenden Nebel. Das Gefühl alles zwar im Kopf zu sehen, aber nicht zu wissen, ob es sich dort wirklich noch befindet, da es in einer blickdichten, weißen Masse verschwunden ist, gefällt mir. Es vermittelt mir den Eindruck in einem guten Film zu sein, in dem die Geräusche intensiver sind als das Bild und meine Gedanken bilden schön klingende Sätze.
So magisch und schön die Nebelmomente sind, sollten sie trotzdem lieber nur gelegentlich auftreten, schließlich ist es auf Dauer doch beruhigender uneingeschränkte Sicht zu haben.

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