Mittwoch, 24. Oktober 2012

pflanzliche Kost fürs Klima

Ohja hiermit also danke an den Dozenten der heutigen Umweltschutz-Vorlesung für die Zusammenfassung einiger Daten und Fakten. Immer wieder wird die Frage gestellt, wieso man denn bloß vegetarisch oder vegan leben sollte. Manche sind vielleicht erfreut über diese Frage und geduldig und generell ist es natürlich sinnvoll Menschen aufzuklären, aber weiterführende Diskussionen kosten manchmal wirklich Nerven. Neben dem Wohl der Tiere sind für mich vor allem Klima, Umweltschutz und Nachhaltigkeit wichtig. Dazu gibt es diverse Berichte im Internet, aber ich war trotzdem hocherfreut, als in der eben gehörten Vorlesung folgendes präsentiert wurde:

- In Europa wird mehr als die Hälfte der Getreideernte als Viehfutter verwendet.
  Dazu noch ein Zitat vom Vegetarierbund (Quellen):
  "Derzeit werden 36% der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert, die weltweite Sojaernte
  geht zu 70% in die Mägen von Tieren. Auch knapp die Hälfte der Fischfänge und selbst ein
  Drittel der Milchprodukte gehen diesen Weg."

- Mehrere Kilogramm Getreide werden für ein 1 kg Fleisch benötigt, was jeweils von der Tierart
  abhängig ist. Würden also direkt die pflanzlichen Produkte verzehrt werden, würde man länger
  mit der gleichen Menge auskommen. Dies ist auch im Hinblick auf die kleiner werdenden
  Anbauflächen von Vorteil.

- Wasserverbrauch: 2500 kcal pflanzliche Nahrung (auch verarbeitet) pro Tag verbrauchen 350
                                  m3 Wasser pro Erwachsenen und Jahr,
                                  80 % pflanzliche Nahrung und 20 % Fleisch pro Tag verbrauchen hingegen
                                  980 m3 Wasser pro Erwachsenen und Jahr
  Der höhere Wasserverbrauch bei einer teilweise auf Fleisch basierenden Ernährung ergibt
  sich zu großen Teilen durch das nötige Trinkwasser für die Tiere.
  Dieser Aspekt ist also entscheidend, wenn der drohenden Wasserknappheit Beachtung
  geschenkt werden soll.

- Rinder stehen mittlerweile laut Dozent an dritter Stelle der Liste der klimarelevanten Faktoren.
  Dabei muss bedacht werden, dass sich der Fleisch-Konsum in Ländern, deren
  Lebensstandard sich erhöht wie z.B. in China, auch erhöhen wird. Hier noch ein relativ
  interessanter Artikel und das verführende Paper, dabei wird gleich zu Beginn der Anteil der
  durch Nutztiere entstehenden Treibhausgasemission am Gesamtwert von 10 % in der EU und
  18 % weltweit erwähnt.

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